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    welle tuerkis  Hochwasserrückhaltebecken

    Von immer größerer Bedeutung wird der Ausgleich der Wasserführung durch die Auswirkungen des Klimawandels. Um in den Gewässern große Wassermengen z. B. bei Extremwetterereignissen mit Starkregen auszugleichen, betreibt der BRW 42 Hochwasserrückhaltebecken (HRB) im Verbandsgebiet. Sie sorgen mit gezielter Drosselung und Abgabe von Wasser für eine möglichst ausgeglichene Wasserführung. Eine absolute Sicherheit kann es bei extremen Wetterlagen aber nicht geben.

    Ein ordnungsgemäßer Betrieb der HRB ist zu gewährleisten. Die Funktion wird in der Hochwasserleitstelle permanent  überwacht. Überdies werden die technischen Anlagen instand gehalten. Bestehende HRB werden so ertüchtigt, dass sie die aktuellen Vorgaben an Wasserrückhaltung und Drosselung erfüllen.

    Ein Schwerpunkt bei der Sanierung liegt auf der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit für Wasserorganismen, passable Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen ermöglichen eine Wanderung gegen die Fließrichtung durch das Bauwerk.

     

    Verbandsgebietskarte mit eingezeichneten HRB Standorten

     

    Hochwasserleitstelle

    An unsere Hochwasserleitstelle werden permanent Zustandsinformationen der Anlagen, Betriebs- und Störmeldungen, Wasserstände verschiedener Gewässer, Füllstände der Hochwasserrückhaltebecken und Niederschlagsdaten übertragen und ermöglichen ein zeitnahes zentrales Bewerten und Steuern. Die Hochwasserleitstelle hat alle Gewässer und HRB im Verbandsgebiet im Blick.

    Eingerichtet in den 1970er Jahren als analoges System mit wenigen Anlagen, ist die Hochwasserleitstelle durch Anpassung an den Stand der Technik heute ein redundant aufgebautes Leitsystem mit Anbindung der Außenstationen über DSL-Leitungen zur Datenfernübertragung und direkte Visualisierung der eingehenden Meldungen.

    Bei Alarmierung erfolgt die Betriebs- und Störmeldebearbeitung und Bewertung der automatisch eingehenden Alarme von den Außenstellen. Diensthabende Mitarbeitende erhalten Alarmierungen der Anlagen über Datenfernübertragung. In Einsatzfällen ist die Leitstelle bedarfsorientiert personell besetzt, sie alarmiert und koordiniert das notwendige Personal in Außeneinsätzen.

    Die Hochwasserleitstelle bietet Unterstützung von Einsatzkräften (z. B. Feuerwehr, Umweltämter) bei Umwelteinsätzen im und am Gewässer. Sie ist im Einsatzfall Bindeglied zu den Aufsichtsbehörden wie der Bezirksregierung und den Wasserbehörden.

    Die permanente Aufzeichnung der Daten dient zudem der Sammlung von Messdaten für Langzeitdatenreihen und für die wasserwirtschaftlichen Grundlagendienste.