Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens Abtskücher Teich
1. Teilprojekt Umgestaltung des Umlaufgrabens zum Rinderbach
Projektinfos
| Baubeginn | Oktober 2025 |
| Geplante Fertigstellung Gesamtprojekt | 2027 |
| Geplante Fertigstellung 1. Teilprojekt - Durchgängigkeit des Rinderbachs | Ende 2025 |
Förderung 1. Teilprojekt - Durchgängigkeit des Rinderbachs | Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein- Westfalen |
Ziel der Maßnahme:
Großprojekt: Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens Abtskücher Teich
Das HRB Abtskücher Teich entspricht in seinem jetzigen Zustand nicht mehr den anerkannten Regeln und muss umfassend saniert werden. Mehrere Maßnahmen gehören zum Großprojekt und werden ineinandergreifend durchgeführt, technische Bauteile sind zu erneuern und der Absperrdamm muss saniert und teilweise erhöht werden. Zudem ist das Stauvolumen des HRB deutlich zu erhöhen.
Ziele des Gesamtprojekts sind die nach Europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderte ökologische Durchgängigkeit für den Rinderbach zu erreichen und das HRB für zukünftige Anforderungen zu ertüchtigen.
Daneben ist ein weiteres erklärtes Ziel, die Naherholung am Rinderbach und rund um den Abtskücher Teich für die Menschen aufzuwerten und den Abtskücher Teich als Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten.
So entsteht in der ehemaligen Mündung des Rinderbachs in den Teich ein breiter Schilfgürtel. Etwas vorgelagert wird eine Insel angelegt. Auf dieser und auch im Schilf und den anderen Pflanzen am Ufer finden Wasservögel und heimische Tierarten ihr Zuhause.
Damit Spaziergänger auch weiterhin schöne Ausblicke auf den Teich genießen können, legt der BRW sogenannte „Sichtlücken“ in den Neuanpflanzungen an. Bänke sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt aufgestellt werden, die den Erholungsuchenden Ruhe- und Aussichtspunkte bieten. Zudem bietet sich an vielen anderen Stellen des rund um den Teich verlaufenden Wegs weiterhin Gelegenheit, Flora und Fauna zu beobachten.
Die Sanierung des HRB Abtskücher Teich ist in mehrere einzelne Maßnahmen aufgeteilt, diese werden schrittweise durchgeführt.
Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für das Jahr 2027 geplant.
1. Teilprojekt: Umgestaltung des Umlaufgrabens - Ökologische Durchgängigkeit des Rinderbachs
Das jetzige Teilprojekt „Ökologische Durchgängigkeit des Rinderbachs“ bildet den Anfang der Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens.
Kurzbeschreibung der Maßnahme:
Voraussichtlich bis Jahresende 2025 entsteht aus dem jetzigen Umlaufgraben ein neues Gewässerbett für den Rinderbach. Die Herstellung der ökologische Durchgängigkeit des Rinderbachs bildet den Anfang der Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens.
Der Bach fließt bisher durch das Hochwasserrückhaltebecken Abtskücher Teich; das verhindert Fischen und Kleinstlebewesen die nach EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geforderte Durchgängigkeit. Der Rinderbach wird zukünftig entlang des Hochwasserrückhaltebeckens in einem mäandernden Gewässerbett fließen. Dafür wird der sich jetzt dort befindliche Umlaufgraben neu modelliert. Er erhält eine geschwungene Gestalt mit unterschiedlichen Tiefen und Strömungsgeschwindigkeiten.
Nach der Umgestaltung ist der Gewässerabschnitt durchgängig für Wasserorganismen.
Unter dem Wanderweg am nördlichen Ufer verlegt der BRW zur Hochwasserentlastung Rohre vom Gewässerbett in das HRB. Um diese Arbeiten „im Trockenen“ durchzuführen, muss der Wasserspiegel bereits zu diesem Zeitpunkt um einen Meter reduziert werden.
Der Wasserspiegel bleibt danach dauerhaft auf dieser niedrigeren Höhe. Dadurch entsteht im HRB das nötige Stauvolumen, das im Fall sehr starker oder langanhaltender Regenfälle eine immense Menge mehr Regenwasser aufnehmen und später gedrosselt wieder abgegeben kann.
In den nächsten Monaten werden Gehölzarbeiten entlang des Wanderwegs durchgeführt, da aus Gründen der Verkehrssicherung einige Gefahrenbäume entnommen werden müssen. Der BRW muss für die Neugestaltung des Gewässerbetts auch bestehende Bäume aus dem Baufeld entlang des heutigen Umlaufgrabens entnehmen. Die Gehölzarbeiten sind mit den örtlichen Behörden abgestimmt.

Lageplan zu 1. Teilprojekt - Ökologische Durchgängigkeit des Rinderbachs
